6th of Juni 2011
 

der traum vom fliegen..

was du schreibst ist schön, es ist wahr, du hast recht. doch die theorie , die du hier so schön bschreibst gefällt mir in der umsetzung nicht. auch ich lebe um das großtmögliche glück schnellstmöglich zu erreichen, doch ich tue das hauptsächlich mit kopf, mein herz ist etwas, mit dem ich schon länger nicht mehr in einklang stehe.ich genieße die tage, die nächte, ich genieße die menschen und die orte, die gespräche und die gedanken, ich genieße die kritik an allem und kann mir ohne diese kritische haltung kein leben vorstellen, auch, wie du richtig sagst, sie mich in gewisser weise einschränkt. - doch noch schlimmer schränkt mich die realität ein, noch schlimmer schränkt sie mich gänzlich in meinem tun und handeln ein, sie zügelt meine hemmungslosen gedanken und schlitzt dem singenden rotkehlchen den hals auf.

sobald die sonne nach einer nacht auf geht, kommt ein unwohles gefühl in mir auf, dass niemand bisher verstehen konnte. sobald der tiefdunkelblaue himmel sich langsam lichtet und die ersten noch kalten sonnenstrahlen auf meine umgebung treffen, verschwindet für mich der traum vom fliegen, der zuvor noch so intensiv gewesen ist, dass ich ihn leben lassen wollte.

vielleicht verstehst du mich nicht, ich schreibe wirr und bin mir nicht sicher, ob ich das selbst verstehen würde, wenn ich nicht diesen willen in mir hätte, dieses unbändbare streben nach freiheit und entfaltung. entfaltung meiner person, meines geistes, meiner umwelt und meines umfelds. doch eine innere blockade beherrscht das ganze, beherrscht die entfaltung, hält sie zurück und zügelt mein versucht gewolltes willenloses leben. unendliche konflikte halten mich auf, nein, grade in der sekunde fiel mir auf, dass ich den ersten konflikt gelöst habe, dass mir dieser erste konflikt die möglichkeit dazu gab, weitere konflikte gedankenlos aus dem weg zu räumen. vielleicht hatte ich kein mitentscheidungsrecht sie aus den weg zu räumen, doch sie sind weg. manche ziele kommen mir dadurch näher.

ich schwebe, ab und zu, ich schwebe, ich schwebe, ich schwebe - doch der traum vom fliegen ist noch immer ein traum!

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